Warum das Sonnenmaximum besonders intensive Nordlichter bringt

Wenn sich Grün-, Violett- und zarte Rosatöne über den dunklen Nachthimmel bewegen, rückt alles andere in den Hintergrund. Die Aurora Borealis ist kein Wunsch mehr, sondern Realität.
Kaum jemand denkt dabei an Sonnenschein. Doch genau dort liegt der Zusammenhang. Ein besonderes Ereignis auf der Sonne sorgt dafür, dass Nordlichter in manchen Jahren deutlich häufiger und intensiver auftreten: das sogenannte Sonnenmaximum. Die aktuelle Zeit bietet beste Voraussetzungen, um eine Nordlichtreise nach Kanada zu planen.

Credit: Travel Manitoba
Was ist das Sonnenmaximum?
Um das Sonnenmaximum zu verstehen, hilft ein Blick auf die Oberfläche der Sonne. Dort entstehen regelmäßig dunklere Bereiche, sogenannte Sonnenflecken. Sie sind kühler als ihre Umgebung und zeigen starke magnetische Aktivität an.
Die Anzahl dieser Sonnenflecken schwankt in einem festen Rhythmus. Etwa alle elf Jahre erreicht sie einen Höhepunkt – diesen Zeitraum bezeichnet man als Sonnenmaximum.
Wie beeinflusst das Sonnenmaximum die Nordlichter?
In Phasen hoher Sonnenaktivität kommt es häufiger zu Ausbrüchen auf der Sonne. Dabei schleudert die Sonne riesige Wolken geladener Teilchen mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Sekunde ins All.
Treffen diese Teilchen auf die Erdatmosphäre, beginnt der Himmel zu leuchten – die Aurora Borealis entsteht. Während des Sonnenmaximums sind solche Ausbrüche öfter und intensiver, was zu besonders eindrucksvollen und farbenreichen Nordlichtern führt.
Wann findet das Sonnenmaximum statt?
Das Sonnenmaximum tritt ungefähr alle elf Jahre auf. Der aktuelle Zyklus erreichte seinen Höhepunkt Ende 2024. Auch wenn die Aktivität nun langsam abnimmt, bleibt die Sonnenaktivität noch mehrere Jahre erhöht. Die Chancen auf außergewöhnlich starke Nordlichter sind also weiterhin sehr gut – ein Warten bis 2035 ist nicht notwendig.

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Warum ist das Sonnenmaximum ideal für eine Nordlichtreise nach Kanada?
Kanada zählt zu den besten Orten weltweit, um Nordlichter zu beobachten. Große Teile des Nordens liegen in einer Zone, in der Sonnenpartikel besonders häufig auf die Erdatmosphäre treffen.
Große Teile des kanadischen Nordens, insbesondere der Yukon, die Nordwest-Territorien und Manitoba, liegen in einer der aktivsten Nordlichtregionen der Nordhalbkugel. In dieser Zone treffen Sonnenpartikel besonders intensiv auf die Erdatmosphäre, weshalb Nordlichter hier an Hunderten von Nächten pro Jahr sichtbar sind. Während des Sonnenmaximums wird dieses ohnehin beeindruckende Schauspiel noch farbintensiver und dynamischer.
Wo lassen sich während des Sonnenmaximums die Nordlichter am besten beobachten?
Grundsätzlich sind Nordlichter in fast allen Regionen Kanadas möglich. Die besten Bedingungen bieten jedoch der Yukon, Manitoba und die Nordwest-Territorien. Klare Nächte und geringe Lichtverschmutzung sorgen hier für besonders gute Sichtverhältnisse.
Alle drei Regionen bieten vielfältige Nordlicht-Erlebnisse und erweitern ihr Vor Ort-Angebot aufgrund der hohen Nachfrage während des Sonnenmaximums kontinuierlich.

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Yukon
Der Yukon im Nordwesten Kanadas liegt direkt im Nordlichtgürtel. Zwischen November und März sind die Chancen, das Phänomen zu erleben, hier besonders hoch.
Ob in einem abgeschiedenen Zeltcamp im Stil der Goldsucher, in einer komfortablen, beheizten Jurte oder in einer stilvollen Eco-Lodge – die Beobachtung der Nordlichter steht stets im Mittelpunkt.
Tagsüber sorgen Aktivitäten wie Hundeschlittenfahren, Schneeschuhwandern, Eisfischen, Schneemobil-Touren, Wildtierbeobachtungen oder entspannte Stunden in heißen Quellen für Abwechslung.

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Manitoba
Im subarktischen Norden Manitobas liegt Churchill, einer der weltweit bekanntesten Orte für Nordlichter. Die beste Reisezeit, sie hier zu erleben, reicht von September bis März.
Tagsüber prägen weite Winterlandschaften und Tierbeobachtungen das Erlebnis. Mit etwas Glück zeigen sich Belugawale, Eisbären oder Polarfüchse. Nachts lässt sich das Himmelsschauspiel aus beheizten Tundra-Fahrzeugen oder bei besonderen Abendessen in historischen Waggons beobachten.

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Nordwest-Territorien
Im Herbst und Winter gelten die Nordwest-Territorien als eine der besten Regionen überhaupt für Nordlichter. Die Hauptstadt Yellowknife liegt nur rund 400 Kilometer südlich des Polarkreises.
In einem speziell für Nordlichtbeobachtungen konzipierten Tipi-Dorf sorgen beheizte Zelte, gemütliche Sitzbereiche mit Fellen und verstellbare, beheizte Beobachtungskuppeln für Komfort. Umgeben von einer verschneiten Winterlandschaft entfaltet das Sonnenmaximum hier ein besonders eindrucksvolles Schauspiel am Himmel.
Nordlichterreisen in die Nordwest-Territorien planen
Und wenn eine Reise während des Sonnenmaximums nicht möglich ist?
Auch außerhalb des Sonnenmaximums gehören Nordlichter im Norden Kanadas fast zum Alltag. In Yukon, Manitoba und den Nordwest-Territorien sind sie an rund 240 Nächten pro Jahr sichtbar. Die Chancen auf eine Sichtung bleiben also auch jenseits des Höhepunkts sehr gut.
Mehr darüber, was die Nordlichter so faszinierend macht, bietet der ausführliche Guide zur Aurora Borealis in Kanada.